Die Peldemühle in Esens Fotos Nordsee Fotos Nordsee
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Eine Mühle voller Geschichte(n)

Der Heimatverein Esens e.V. richtete in der Mühle das Heimatmuseum ein, die Einweihung fand im Dezember 1989 statt. Das Museum nutzt heute alle Mühlenetagen, das angrenzende Müllerhaus und einen Anbau, der eine frühere Scheune ersetzt.
Gezeigt werden die Siedlungsgeschichte des Harlingerlandes und die Geschichte der Stadt Esens. Angeschlossen ist eine Bildergalerie, eine alte Uhrmacherwerkstatt und ein Fliesenzimmer.
Wenn Sie einen Rundgang durch die Mühle machen möchten, dann treten Sie doch ein.



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Geschichte der Peldemühle

1701 erste nachweisbare Erlaubnis zum Bau einer Peldemühle durch Fürst Christian Eberhard an Müller Otto Otten.
1722 Erlaubnis eines Ersatzbaus für die abgebrannte Mühle an Ww. Magaretha Otten.
1794 geerbt von Neffen Rolf Reinders.
1850 Neubau der heutigen Mühle durch die Familie Reinders
1895 bis 1985 war die Familie Carl Bogena Besitzer und Betreiber der Peldemühle

Nach 1945 war die Mühle so marode, dass die Kappe mit den Flügeln abgenommen wurde, den Stumpf deckte ein Dach. Der Müllereibetrieb wurde bis Ende der 60er Jahre mit einem Dieselmotor weitergetrieben. Der Motor wurde anfangs auch zur Erzeugung von Strom (110V) genutzt.
1986 kaufte die Stadt Esens die Mühle und sanierte sie bis 1989 von Grund auf.
Eine neue Kappe und neue Flügel wurden installiert. Statt der urspünglichen Jalousie-Flügel entschied man sich aus Kostengründen für Gitterflügel. Diese können zur besseren Ausnutzung von schwachem Wind mit Segeln ausgestattett werden, die je nach Windstärke ein- oder ausgerollt werden. Anstelle des Steertes wurde eine Windrose installiert, die den Mühlenkopf automatisch in den Wind dreht.


Das Harlingerland ist eine Küstenregion der Nordsee, deren Entstehung wesentlich duch das Meer bestimmt wurde. Der Mensch hat sich diesen Naturraum nutzbar gemacht, hat sich ihm anpassen müssen.
Unser Museum versucht, Ihnen die Entstehung dieser Landschaft deutlich zu machen und zu zeigen, wie die Menschen hier früher und heute gelebt und gewirtschaftet haben. Dazu gehört auch die Stadt Esens, die als Ort von Handel, Handwerk, Kirche und Macht an der Grenze von Marsch und Geest entwickelt wurde.

Wir hoffen, unser Museum gibt Ihnen einen kleinen Einblick in "Leben am Meer".
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Siedlung "Unteres Jüchen"


Ein Projekt des Museums "Leben am Meer" in Zusammenarbeit mit der Archäologie-AG des NIGE und der Forschungsstelle der Ostfriesischen Landschaft

Frühmittelalterliche Besiedlung des
Geestrandes in der Nähe von Esens

Bei der Erschließung des Siedlungsgebietes "Unteres Jüchen" auf einem Geestrücken ca. 1 km nordöstlich der Innenstadt wurden Siedlungsspuren gefunden. Dr. Bärenfänger von der Forschungsstelle der Ostfriesischen Landschaft untersuchte die Spuren mit einer Projektgruppe des NIGE und forderte eine Ausgrabung. Mit großzügiger Unterstützung der Stadt Esens konnte in einer einjährigen professionellen Grabung ein größerer Bereich des Siedlungsgebietes untersucht werden. Neben Siedlungsspruren aus der Zeit um Christi Geburt konnte eine Besiedlung dieser Fläche im frühen Mittelalter nachgewiesen werden. Im Bereich der Grabungsfläche wurden parallel die Grundrisse von mindestens fünf Langhäusern sichtbar. Die Häuser hatten eine Länge von etwa 44 Metern und eine Breite von 6 Metern. Der Wohnteil war nach Süden orientiert und als Hallenhaus mit Bretterwänden konstruiert, während der anschließende Stallteil dreischiffig aufgeteilt war und vermutlich Flechtwände hatte. Eingänge waren an beiden Seiten. An der Nordwestecke jedes Hauses fand sich in der Regel eine Brunnengrube. In den Brunnen fand man unterhalb der Wasserlinie Eichenholzbretter, die nach den Bearbeitungsspuren jeweils aus älteren Häusern stammten und dann zur Konstruktion der Brunnen benutzt wurde. Ihre dendrochronologische Datierung ergab Einschlagdaten zwischen 600 und 700 nach Christus, so dass damit das Alter der Siedlung festgelegt werden konnte. Es handelt sich damit um eine sehr frühe Besiedlung der Geest in Ostfriesland nach der Völkerwanderungszeit. Als Keramik fanden sich in dieser Siedlung einige Beispiele der sogenannten Eitöpfe, die für das frühe Mittelalter charakteristisch sind. Die Arbeitsgemeinschaft Archäologie des NIGE rekonstruierte aufgrund der Ausgrabungsergebnisse den Haustyp und erbaute ein Modell. Sie beteiligte sich an der Konzeption und dem Aufbau der Ausstellung im Museum "Leben am Meer"



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